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Neue Untersuchung soll Herzfehler bei Neugeborenen entdecken

Das Pulsoxymetrie-Screening ist jetzt Teil der Früherkennungsuntersuchungen für Neugeborene. Damit können kritische angeborene Herzfehler bei Neugeborenen künftig besser entdeckt und frühzeitiger behandelt werden. Die Kosten für die Untersuchung übernimmt die AOK.

Bessere Früherkennung durch Pulsoxymetrie

Die Pulsoxymetrie misst mithilfe eines Lichtsensors den Sauerstoffgehalt im Blut. Zu wenig Sauerstoff kann auf einen angeborenen Herzfehler hindeuten. Durch das Screening können Mediziner auch Herzfehler erkennen, die bei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft oder nach der Geburt bis dahin unentdeckt geblieben waren. Ohne entsprechende Behandlung hat das Kind nur eine geringe Überlebenschance, wenn es sich um Fehlbildungen am Herzen und den herznahen Gefäßen handelt, die den Blutkreislauf stark beeinträchtigen. Die neue Untersuchung soll einen frühzeitigen Therapiebeginn ermöglichen.

Untersuchung erfolgt spätestens zur U2

Das Screening wird in der Regel zwischen der 24. und 48. Lebensstunde durchgeführt. Bei einer Geburt im Krankenhaus verantwortet der zuständige Arzt die Untersuchung. Bei Geburten außerhalb des Krankenhauses veranlasst die Hebamme beziehungsweise der Arzt, der die Geburt geleitet hat, die Untersuchung. Die Ergebnisse werden im Gelben Kinderuntersuchungsheft eingetragen. Der Arzt, der die U2 (zwischen dem 3. und 10. Lebenstag) durchführt, muss sich vergewissern, dass das Screening bereits dokumentiert wurde. Ist das nicht der Fall, veranlasst er die Pulsoxymetrie.

Weitere Untersuchungen bei Bedarf beim Facharzt

Für die Untersuchung ist keine Blutabnahme nötig. Stattdessen wird am Fuß des Neugeborenen ein Sensor angelegt. Das Ergebnis der Messung wird nach wenigen Sekunden angezeigt. Das Screening gilt als auffällig, wenn die Sauerstoffsättigung weniger als 90 Prozent beträgt. Liegt der Wert zwischen 90 und 96 Prozent wird innerhalb von zwei Stunden noch einmal gemessen. Bestätigt sich der Verdacht, folgen weitere Untersuchungen bei einem Facharzt. Ein niedriger Sauerstoffgehalt kann auch andere Ursachen haben, zum Beispiel eine Infektion oder eine Lungenerkrankung.

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